Parodontitis

Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium) zeigt.

Die Behandlung gliedert sich in verschiedene Phasen mit unterschiedlichen Maßnahmen. In der sogenannten Hygienephase werden alle supragingival (oberhalb des Zahnfleischrands) gelegenen harten und weichen Beläge entfernt (durch professionelle Zahnreinigung, PZR). Im Anschluss beginnt bei Bedarf die sogenannte geschlossene Behandlungsphase, bei der die subgingival (unterhalb des Zahnfleischrands) liegenden harten und weichen Beläge entfernt werden (geschlossene Kürettage). Bei sehr tiefen Zahnfleischtaschen (über sechs Millimeter), welche durch die geschlossene Behandlung nicht ausreichend behandelt sind, kann es notwendig sein, in die offene Behandlungsphase überzugehen. In diesem Fall ist es zum Teil auch möglich, geöffnete und gesäuberte Knochentaschen mit Knochenersatzmaterialien aufzufüllen oder mit Membranen abzudecken. Nach einer Zahnfleischbehandlung ist eine lebenslange Erhaltungstherapie notwendig, die aus einer regelmäßigen Mundhygiene durch den Patienten und ebenso regelmäßig durchgeführten professionellen Zahnreinigungen bestehen. Letztere werden je nach Schweregrad der Erkrankung vierteljährlich bis halbjährlich durchgeführt.

Die parodontale Gesundheit wird beeinflusst von:

1. Schlechte oder falsche Mundhygiene mit Zahnbelag (Plaque) und Zahnstein.

2. Tabakkonsum

3. Genetische Prädisposition

4. Diabetes mellitus

5. Offene Zahnlöschen

6. Bruxismus

7. Ungünstig lokalisierte Piercings im Mundraum (Lippe, Lippenbändchen, Zunge) oder Metallteile im Zuge einer kieferorthopädischen Behandlung.

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